Zang-Fu-Funktionskreis

Niere-Shen (Zang-Organ)

Funktionen:

  • speichert das Jing
  • herrscht über Geburt, Fortpflanzung und Entwicklung
  • produziert die Medulla
  • regiert das Wasser
  • kontrolliert das Empfangen des Qi
  • öffnet sich in die Ohren
  • spiegelt sich im Haar
  • kontrolliert die beiden unteren Öffnungen
  • beherbergt den Wille

Während die bisher besprochenen Funktionskreise als Verteil- und Umschaltstationen des Qi gelten können, so fehlte bisher das Fundament oder das Widerlager. Diese Rolle spielt im Zusammenhang des chinesischen Denkens die Wandlungsphase Wasser oder im medizinischen Kontext der Funktionskreis der Niere, das grosse Yin. Das bedeutet gleichzeitig aktuelle Struktivität. Der Funktionskreis der Niere hat etwas zu tun mit Materie, Verdichtung, Abkühlen, Einsammeln, Speichern.
Die tiefsten Strukturen des Menschen werden durch diesen Funktionskreis repräsentiert. Gleichzeitig wird im Funktionskreis der Niere Kraft gespeichert und entfaltet. Das, was im Samen angelegt ist, kommt hervor: Talente, Valenzen, Möglichkeiten. Im psychologischen Bereich kann man das kollektive Unbewusste als Bild heranziehen.
Im Staatswesen der Funktionskreise spielt der Funktionskreis der Niere die Rolle des starken Beamten, von dem die Klugheit ausgeht.

Der Funktionskreis der Niere gilt als Wurzel des Lebens oder Wurzel des Xian Tian Zhi Qi. Versinnbildlicht ist hier von der sich im Individuum spiegelnden Ahnenkette, der Konstitution, den Talenten oder, im weitesten Sinne, von der Potenz die Rede. Als westliche Entsprechung mag die DNS gelten. In gewissem Sinne ist auch das, was die Astrologie im Radixhoroskop zu sehen glaubt, hier gemeint. Dass dann die alten Gewebe, Knochen, Zähne, Nervengewebe, dem Funktionskreis der Niere zugeordnet werden, ist leicht zu verstehen.
Es ist sehr schwer, an diesen Bereich heranzukommen. Das gilt auch therapeutisch, denn wie soll man Talente und Anlagen verändern?

Der Funktionskreis der Niere hat ebenso wie alle anderen Funktionskreise einen Yin und einen Yang-Aspekt. Da er die Basis aller anderen Funktionskreise ist, bedeutet dies, dass im Funktionskreis der Niere das primäre Yin und das primäre Yang zu suchen sind. Sie sind jeweils die Quelle allen Yins bzw. Yangs. Die Niere ist ausserdem der Ursprung sowohl des Wassers wie des physiologischen Feuers. Dies verweist uns zurück auf die Rolle des Funktionskreises der Niere in der kosmischen Sequenz der fünf Wandlungsphasen. Das Yin der Niere ist die Basis von Geburt, Wachstum und Fortpflanzung, während das NierenYang die Basis aller funktionellen Vorgänge im Körper ist. Die Trennung der beiden Aspekte ist allerdings lediglich theoretisch von Bedeutung. Beim Gesunden bilden sie eine Einheit. Erst im pathologischen Zusammenhang kommt es zur Eigenständigkeit der beiden Aspekte. Wenn sie sich verselbständigen, hat das weitreichende Konsequenzen. Die Abhängigkeit ist aber so direkt, dass eine Beeinträchtigung der einen Seite notwendigerweise zu einer Schädigung der anderen Seite fuhrt. Es ist deshalb therapeutisch recht problematisch, nur die eine Seite zu behandeln. Es gibt klassische Rezepturen (Bsp. Liu Wei Di Huang Wan), die dies berücksichtigen und zu einer Harmonisierung des Funktionskreises der Niere beitragen. Durch Hinzufügen weniger Substanzen lässt sich die eine oder andere Seite leicht betonen.

Das im Funktionskreis der Niere gespeicherte Yuan Qi ist kaum ersetzbar und noch nicht ein mal zu bewahren. Es ist einem Kapital vergleichbar, das im Leben unaufhaltsam aufgezehrt wird. Geht es zu Ende, erlischt auch das Leben.

Im psychischen Bereich ist es der Wille, der dem Funktionskreis der Niere entspricht.

Die funktionskreistypischen Träume des Funktionskreises der Niere sind Träume von Schiffbruch, Wasser u.ä. Auch Träume von einer herausgelösten Wirbelsäule werden in der klassischen Literatur erwähnt.

Die Emotion, die diese tiefen Schichten erreicht, ist die Angst, der Schreck.

Der zum Funktionskreis der Niere gehörige Puls ist der tiefe Puls (Chen Mai).

Der Funktionskreis der Niere ist verbunden mit dem Funktionskreis der Blase als seinem YangAnteil. Die physiologische Gegensteuerung erfahrt der Funktionskreis der Niere durch den Funktionskreis der Milz.

Von den Agenzien ist es die Trockenheit, aber auch die Kälte, auf die der Funktionskreis der Niere sehr empfindlich reagiert. Trockenheit schädigt das Säftepotential und damit den Funktionskreis der Niere, insbesondere das NierenYin. Ursache der Trockenheit ist meist ein Hitzeoder GlutProzess. Das bedeutet, dass chronische Hitzeprozesse zu einem Konsum der Säfte führen. Man kann sogar diese Aussage noch weiter fassen. Chronische Prozesse schmälern früher oder später immer das Nieren-Yin.
Kälte bedeutet eine Verlangsamung der Prozesse, eine Verminderung der Dynamik. Besonders emotionale Störungen wirken sich retardierend aus. Bekannt ist im Deutschen der Begriff der lähmenden Angst. Man sagt, dass jemand starr vor Schreck gewesen sei etc. Darin zeigen sich ähnliche Vorstellungen von den Auswirkungen, die Angst haben kann.
Wie eng der Funktionskreis der Niere mit dem Funktionskreis der Lunge verbunden ist, zeigt die Empfindlichkeit beider Funktionskreise auf Kälte und Trockenheit.
Von den Geschmacksrichtungen gehört das Salzige zum Funktionskreis der Niere. Er wirkt einerseits auflösend, erweichend, andererseits säftebindend, beides Vorstellungen, die wir aus der alltäglichen Erfahrung nachvollziehen können.

Zuletzt noch einige Bemerkungen zu renal bestimmten Typen. Der Funktionskreis der Niere beeinflusst im wesentlichen unsere Fähigkeit zu ausdauerndem, hartem Arbeiten. Wenn das Mass im Funktionskreis der Niere gestört ist, kann die Fähigkeit zur Sucht werden. Workaholics sind deutlich renal geprägt. Aber nicht nur körperlich sehr kräftige Menschen haben einen starken Funktionskreis der Niere. Auch Fähigkeiten, Geschick und Talente sind vom Funktionskreis der Niere abhängig.

Die wichtigsten physiologischen Funktionen des Funktionskreises der Niere sind: Speichern von Jing und Verantwortlichkeit für die Fortpflanzung des Menschen. Produzieren des Marks, das im Kopf das Gehirn bildet. Beherrschen der Knochen, Produktion des Xue. Beherrschen der Körperflüssigkeiten, Aufnehmen des Qi.

Funktionen im Detail

1.) Speichern von Jing und Verantwortlichkeit für die Fortpflanzung

Entstehung und Entwicklung des Jing: Das Jing oder Nieren-Yin besteht aus zwei Bestandteilen: der ererbten und der erworbenen Essenz. Den ererbten Anteil übermitteln die Eltern bei der Zeugung. Er ist, wie schon ausgeführt, mehr oder weniger gegeben und nur sehr beschränkt erneuerbar. Im Unterschied dazu wird die erworbene Essenz ständig über die Nahrung erneuert. Im Funktionskreis sind beide Anteile gespeichert und werden bei Bedarf zum Verbrauch freigegeben. Das ererbte Jing bestimmt die Konstitution eines Menschen, seine Resistenz und letztlich seine Lebenserwartung bei durchschnittlichem Verbrauch. Wichtig ist es zu wissen, dass Menschen mit schwacher Konstitution bei entsprechender Lebensführung, also entsprechend kleinem Jing-Verbrauch in der Lage sind, ein hohes Alter bei guter Gesundheit zu erreichen. Genauso kann ein Mensch mit an sich sehr guter Konstitution bei exzessivem Lebenswandel in kürzester Zeit erschöpfen und sein Leben vorzeitig beenden. Da das Jing im Bereiche der Sexualität eine zentrale Rolle spielt, ist es vor allem dieser Bereich, der hier angesprochen ist. Mit 7 oder 8 

Jahren ist das Jing recht stark. Dies hat zur Folge, dass die Milchzähne ausfallen und das Haar stärker wächst. Am stärksten ist das Jing in der Pubertät. Dies führt zur Ausbildung einer Substanz, die in der TCM Tian Gui heisst.  Das Tian Gui lässt beim Knaben Sperma entstehen, beim Mädchen veranlasst es die Abgabe von Eizellen aus den Ovarien und induziert damit die Menses. Eine ausgedehnte Literatur behandelt aus daoistischer Sicht den sparsamen Umgang mit Jing ohne dass auf ein lustbetontes Sexualleben verzichtet werden muss. Ist genug Jing vorhanden, kann der Mensch seine Reproduktionsaufgabe erfüllen. Ist von Beginn weg zu wenig Jing vorhanden, kommt es schon beim Kind zu Entwicklungsverzögerungen oder zu Missbildungen. Der aus der Nahrung gewonnene Anteil des Jing wird ebenfalls im Funktionskreis der Niere gespeichert.
Das Jing steuert die Entwicklungsstufen des Menschen: Geburt, Pubertät, Reife, Menopause und Tod. Dieser Zyklus ist gemäss Su wen Kap. 1 bei der Frau einem Siebner-Zyklus, beim Mann einem Achter-Zyklus unterworfen.

2.) Beherrschen des Wassermetabolismus

Der Funktionskreis der Niere ist der Wandlungsphase Wasser zugeordnet. Daher ist es verständlich, dass ihm eine entscheidende Bedeutung bei der Verteilung und Regulierung der Körperflüssigkeiten zukommt. Der Funktionskreis der Niere wird oft mit einer Schleuse verglichen, die die Bewegungen des Wassers im ganzen unteren Calorium steuert. Es ist das Gleichgewicht von Nieren-Yin und Nieren-Yang, das das korrekte Öffnen und Schliessen dieser Schleuse steuert. Sichtbar wird der Zustand dieser Schleuse an der Farbe und der Menge des Urins. Ist die Menge gross und die Farbe blass, bedeutet das eine Schwäche des Nieren-Yangs (Kälte-Symptomatik), spärlicher dunkler Ham deutet auf eine Schwäche des Nieren-Yin (Hitze-Symptomatik). Ein anderer Vergleich charakterisiert den Funktionskreis der Niere in seiner Aufgabe, unreine Flüssigkeiten auszuscheiden: Er sei wie ein Drainagegraben. Es ist vor allem der Yang-Anteil des Funktionskreises der Niere, der Funktionskreis der Blase, der die Ausscheidung übernimmt. Dazu muss dieser ausreichend mit Qi aus dem Funktionskreis der Niere versorgt werden. In gewissem Sinne greift der Funktionskreis der Niere ständig 

über seinen Bereich hinaus, denn sowohl die Funktionskreise  von Dünndarm und Dickdarm sind, da sie mitverantwortlich sind für die Trennung von klaren und trüben Säften im unteren Calorium, direkt unter seiner Kontrolle. Die Flüssigkeiten, die der Funktionskreis der Blase verarbeitet, werden vom Funktionskreis der Lunge zum Funktionskreis der Niere herabgesandt. Die Yang-Funktion der Niere teilt sie in klare und trübe Flüssigkeiten. Die unreinen Flüssigkeiten werden über die Blase ausgeschieden, während die klaren, wieder verwertbaren Anteile wieder zum Funktionskreis der Lunge zurückkehren, um diesen zu befeuchten. Dies ist eine der physiologischen Schaukeln, die gemäss der TCM für das reibungslose Funktionieren des Organismus unabdingbar sind. Ihre Störung bedeutet immer einen gravierenden Befund. Zur Erinnerung sei noch einmal auf die ebenfalls zentrale Rolle des Funktionskreises der Milz im Zusammenhang der Säfteproduktion hingewiesen. Die nötige Wärme für diesen Prozess bekommt er aus dem Funktionskreis der Niere, genauer vom Yang der Niere.

3.) Steuerung der Aufnahme des Qi

Die Niere unterstützt die den Funktionskreis der Lunge bei der Aufnahme von Tian-Qi. Ohne die Kontrollfunktion der Niere ist die Aufnahme aber nicht möglich. Die Schaukel Funktionskreis der Lunge Funktionskreis der Niere spielt also nicht nur im Bereich der Säfte, sondern auch bei der Aufnahme des Qi. Der Funktionskreis der Lunge senkt das Qi, das er aus der Atemluft 

gewonnen hat, ab, der Funktionskreis der Niere „hält es fest“. Ist der Funktionskreis der Niere zu schwach, um das Qi zu halten, steigt es sofort die Funktionskreise wieder in den Brustraum auf und verursacht Fülle, die sich als Atemnot oder Asthma äussert.

4.) Kontrolle der beiden unteren Öffnungen

Unter den beiden unteren Öffnungen versteht man Urethra und Anus. Beide sind direkt dirigiert vom Funktionskreis der Niere. Bei der Harnröhre ist der Bezug über die Flüssigkeitsausscheidung gegeben. Miktionsstörungen weisen im allgemeinen auf eine Störung des Nieren-Yang hin. Der Samenleiter hat ebenfalls eine Beziehung zum Funktionskreis der Niere. Zum einen natürlich, weil er in die Harnröhre mündet, zum anderen weil Same als eine Erscheinungsform 

des Jing definiert ist. Wir werden sehen, dass der Funktionskreis der Niere eine ganz zentrale Rolle bei Potenzstörungen spielt. Unnötig zu sagen, dass auch der genitale Bereich der Frau in weiten Teilen dem Funktionskreis der Niere untersteht.
Da der Anus ebenfalls vom Funktionskreis der Niere kontrolliert wird, sind Durchfall und Analprolaps auf eine Beteiligung des Funktionskreises der Niere hin zu prüfen.

Die Beziehungen des Funktionskreises der Niere

1.) Residenz des Willens

Der Funktionskreis der Niere ist Sitz der Willenskraft. Ein starker Wille ist Ausdruck eines intakten Funktionskreises der Niere. Bei entsprechender Belastung schlägt dies um in Sturheit oder Willensschwäche. Da die Unentschlossenheit oft Begleiterscheinung einer Depression ist, ist es erklärbar, dass eine Tonisierung des Funktionskreises der Niere zu einer Besserung führt.
Im Emotionalen Bereich gehört die Angst zum Funktionskreis der Niere.

2.) Die entsprechende Körperflüssigkeit ist der Speichel

Nach den alten Ärzten besteht zwischen dem Jing und dem Speichel ein direkter Zusammenhang. Dies ist einer der Gründe, weshalb QiGong-Techniken oft mit der Anreicherung von Speichel verbunden werden bzw. der Erfolg der Übung am gebildeten Speichel gemessen wird.

3.) Produzieren des Marks, die Knochen als zugehörige Körperstruktur

Das Jing, das in der Niere gespeichert wird, kann zu Mark verarbeitet werden oder das Hirn unterhalten. Aus dem Jing wird die Medulla gebildet. Man sollte die Medulla nicht mit der westlichen Vorstellung des Knochenmarks verwechseln. Medulla ist die gemeinsame Matrix von Hirn, Rückenmark, Knochenmark, aber auch der Knochen selbst. Hirn, Knochen etc., die die fundamentalsten Strukturen des Körpers darstellen, werden dem Funktionskreis der Niere zugeordnet.
Aus der Medulla werden die Knochen genährt. Starkes Jing, intakte Medulla sind deshalb die Voraussetzung von starken, aber auch elastischen Knochen. Zu den Strukturen, die hier genährt werden, gehören auch die Zähne, deren Intaktheit 

ebenfalls auf ein gesundes Jing bzw. eine gute Medulla schließen lassen. Ein schwaches Jing führt zu brüchigen Knochen und wenig resistenten Zähnen. Die chinesische Medizin erklärt zum großen Teil von hier aus das Krankheitsbild der Osteoporose. Man sollte nicht vergessen, dass der Jing-Verlust im Alter teilweise physiologisch bedingt ist. Wenn Kinder zu wenig Jing zur Verfügung haben, ist die Entwicklung der Medulla behindert. Dies wiederum zeigt sich in rachitischen Symptomen.
Ist das Jing stark, wird das Gehirn gut versorgt. Damit sind Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit gut.

4.) Öffnung zum Ohr


Der physiologische Bezug zwischen dem Funktionskreis der Niere und dem Ohr läuft wiederum über das Jing. Das Ohr braucht Jing und Nieren-Qi um, nach klassischem Zitat, „die fünf Töne zu hören“. Die Hörfähigkeit ist abhängig von der Nährung mit Nieren-Qi. Deshalb ist Taubheit der älteren Leute auf eine Depletio des Funktionskreises der Niere zurückzuführen.

Der Bezug mag ursprünglich auch über die Ähnlichkeit von Niere und Ohr gelaufen sein. Praktische Bedeutung hat das auch für die Ohrakupunktur, die als Arbeit an einem Seitenzweig des Funktionskreises der Niere gilt.

5.) Spiegelung im Haar


Auch das Haar ist in seiner Entwicklung abhängig vom Jing. Deshalb kann der Glanz und die Festigkeit des Haares etwas aussagen über den Zustand des Jing und mittelbar natürlich über den Gesamtzustand des Funktionskreises der Niere. Eine mögliche Erklärung für Haarausfall ist deshalb ein gestörter 

Funktionskreis der Niere. Gestört sein kann aber auch die Nährung durch das Xue, und da sind denn, wie bekannt, noch andere Funktionskreise mit zuständig. Graues Haar weist auf eine physiologisch bedingte bzw. altersbedingte Schwächung der Versorgung mit Jing hin.

Speicher-Zang-Organ

Der Nieren-Meridian gehört zu den sogenannten Zang-Organen.
Das chinesische Schriftzeichen für Zang beinhaltet „Fleisch“ und „Speichern“. 
Unterschieden werden fünf Speicherorgane (Wu Zang): Herz (Xin), Leber (Gan), Nieren (Shen), Milz (Pi), Lunge (Fei).
Die Zang-Organe sind verantwortlich für die Aufnahme, Transformation, Produktion, Speicherung, Freisetzung und Regulation der „vitalen Substanzen bzw. Funktionen“ von Qi, Blut-Xue, Essenz-Jing und Flüssigkeiten-Jin-Ye sowie Geist-Shen.

In Relation zu den Fu-Organen gehören sie eher zum Yin-Aspekt des Körpers. Sie kommunizieren nicht direkt mit der Außenwelt. Jedem Zang-Organ kann nach der Zang-Fu-Theorie ein bestimmter Charakter, bestimmte Funktionen, ein Körpergewebe sowie ein Öffner (meist ein Sinnesorgan), nach der Fünf-Phasen-Theorie auch ein Sekretionsmedium, eine Emotion sowie ein Klimafaktor (auf den es besonders empfindlich reagiert) zugeordnet werden.

Schlaf

Der Schlaf vor 24 Uhr zählt doppelt, lautet eine Lebensweisheit. Abends sollte der Mensch zur Ruhe kommen und – im Sommer später, im Winter früher – schließlich zu Bett gehen. In vielen Fällen ist ein kleiner Spaziergang „um das Haus“ eine gute Gelegenheit, den Tag zu beenden. Lesen Sie im Bett nicht lang, auch Fernseher haben im Schlafzimmer nicht zu suchen.

Sorgen Sie nachts für frische Luft, legen Sie sich jedoch nicht direkt unters Fenster.
Vermeiden Sie abends späte und opulente Mahlzeiten. Essen Sie nicht später als 19 Uhr und essen Sie wie „eine Bettlerin“ (siehe „FK Milz oder Magen„): geringe Mengen, leicht verdauliche Speisen.

Zuordnungen

Wandlungsreich: Wasser
Himmelsrichtung: Nord
Geschmacksrichtung: salzig
Jahreszeit: Winter
Umwandlung: Aufbewahrung
Tageszeit: Nacht
Witterung: Kälte
Wandlungsphase: starkes Yin
Zang-(Yin / Speicher-)Organ: Niere
Fu-(Yang- / Hohl-)Organ: Blase
Sinne: hören
Sinnesorgan: Ohr
Körpergewebe: Knochen
Emotion: Furcht
Körperflüssigkeit: Urin
Lautäußerung: seufzen

Organuhr

15 bis 17 Uhr -Blasenmeridian (Yang) – Wasser
17 bis 19 Uhr – Nierenmeridian (Yin) – Wasser

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