Zang-Fu-Funktionskreis

Milz-Pi (Zang-Organ)

Funktionen:

• herrscht über Umwandlung und Transport
• kontrolliert das Blut
• kontrolliert das Fleisch und die Extremitäten
• öffnet sich zum Mund
• manifestiert sich auf den Lippen
• kontrolliert das aufsteigende Qi
• beherbergt das Denken

Die Impulse, die die Oberfläche durchschritten haben (Tian Qi, Nahrung, aber auch pathogene Agenzien) treffen als nächstes auf die Mitte, auf die Wandlungsphase Erde. Sie ist eine Instanz der Überleitung, des Ausgleichs, ein Ort, wo alle Einflüsse integriert und bereitgestellt werden, der Ort auch der Umpolung und der Übergänge.

Der Funktionskreis der Milz liegt im mittleren Calorium. Er ist der zentrale Ort der Qi-Bildung. Hier wird der Nahrung das Gu Qi entnommen. Ohne diesen Rohstoff passiert im Körper gar nichts. Es ist eine der Grundvoraussetzungen von Qi und Xue: im Funktionskreis der Lunge entsteht daraus das Zong Qi und daraus wieder das Zhen Qi, die raffinierte Form des Zong Qi. Im Funktionsbeis des Herzens wird es gebraucht für die Xue-Bildung. Oft wird deshalb der Funktionsbeis der Milz als die Wurzel des Hou Tian Zhi Jing („Nachgeburtliche Essenz“) bezeichnet.

In der körpereigenen Beamtenhierarchie ist der Funktionskreis der Milz der Beamte des Kornspeichers oder der Ernährungsminister. Er herrscht der über die fünf Geschmacksrichtungen.

Die wichtigsten physiologischen Aufgaben des Funktionskreises der Milz sind: Transport und Transformation, Kontrolle des Blutes, Herrschen über das Fleisch und Öffnung zum Munde.

Dem Funktionskreisikonogramm entsprechend drehen sich Milzbetonte Träume um das Essen, um Hausbau, Schwere oder um Sümpfe. Je eine Textstelle im Su wen und im Ling shu stützen diese Angaben. Im Lichte moderner Traumforschung mit psychoanalytischer Tendenz sind diese Angaben sehr zu relativieren.

Von den Geschmacksarten ist dem Funktionskreis der Milz das Süsse zugeteilt (oft heisst es auch das Neutrale, was der

Stellung innerhalb der Funktionskreise noch mehr entspricht). In mässiger Dosierung stützt und bewegt das Süsse den Funktionskreis der Milz. Nimmt man zu viel Süsses zu sich, schwächt und blockiert man die Mitte. Die Umwandlung der Säfte kann dann nicht mehr ordnungsgemäss stattfinden und eine diffuse Masse lagert sich ab in der Schicht, die dem Funktionskreis der Milz zugeordnet ist, im Bindegewebe. Dies ist eine Erklärung der Fettleibigkeit in der TCM.
Als Getreide der Mitte gilt die Hirse. In einzelnen Texten wird der Klebreis ebenfalls der Mitte zugeordnet.

Dem Funktionskreis der Milz ist die Feuchtigkeit als klimatisches Phänomen zugeordnet. Er reagiert sehr empfindlich auf Feuchtigkeit und auf Kälte. Diese beiden Agenzien blockieren die Assimilation und stören deshalb die Verdauung. Grundsätzlich bedarf der Funktionskreis der Milz immer der Trocknung. Als typisches KälteZeichen ist in diesem Zusammenhang Durchfall mit unverdauten Speiseresten zu werten, während sich Feuchtigkeit in Ödemen äussern kann.
Die Yang-Entsprechung des Funktionskreises der Milz ist der Funktionskreis des Magens, die physiologische Gegensteuerung der Funktionskreis der Leber.
Der „mittebestimmte“ Mensch ist wohlgenährt, ein Geniesser mit gutem Appetit. Er ist jovial, weiss auszuwählen in allen Bereichen und besticht durch sein Denken, das klar zwischen wichtig und unwichtig zu unterscheiden vermag.
Ist das Milz-Qi zu schwach, verliert man die Fähigkeit des klaren Scheidens, man wird grüblerisch, hängt allerlei unwesentlichen Gedanken nach.
Fehlgeleitetes Milz-Qi führt zu Denkfaulheit, die Aktivität fehlt.

Der dem Funktionskreis der Milz entsprechende Puls ist der schlüpfrige Puls (Hua Mai).

Die wichtigsten physiologischen Aufgaben des Funktionskreises der Milz sind:


• Transport und Transformation
• Kontrolle des Blutes
• herrschen über das Fleisch und die Öffnung zum Mund

Funktionen im Detail:

1.) Transport und Transformation

In den klassischen Texten heisst es, dass die Mitte der Ort sei, wo das Klare vom Trüben geschieden werde. Das Klare wird assimiliert, das Trübe ausgeschieden. Damit kann man den Funktionskreis der Milz auch als Filtrieranlage für die von aussen auf den Körper eindringenden Reize sehen. So betrachtet, und dies entspricht durchaus den realen Gegebenheiten, hat der Funktionskreis der Milz sehr viel mit dem Abwehrsystem des Körpers zu tun.
Dies gilt vorerst einmal für die Nahrung, die in der Mitte (Milz und Magen) aufgeschlossen wird. Sie wird in Klares und Trübes aufgeteilt, d.h. in der Mitte werden die Säfte produziert und Ballast ausgesondert und über den Dünndarm, den Dickdarm und die Blase ausgeschieden. Die Klärung der Säfte ist eine der Grundvoraussetzungen für alle Lebensprozesse. Die Säfte werden dann zum Funktionskreis der Lunge und den anderen Funktionskreisen weitergegeben. Der Funktionskreis der Milz ist demnach mit verantwortlich dafür, dass die Konstitution gestützt wird. Damit ist der Funktionskreis der Milz die Wurzel der erworbenen Konstitution, d.h. des Hou Tian Zhi Jing. Die Wurzel der ererbten Konstitution ist der Funktionskreis der Niere (Xian Tian Zhi Jing / Vorgeburtliche Essenz).
Ist die Mitte belastet und kann dieser Prozess nicht mehr richtig ablaufen, wird das Trübe wahllos im Körper abgelagert als Feuchtigkeit oder, wenn diese länger liegenbleibt, als Schleim (Pituita). Das hat zuerst Verdauungsprobleme, dann Fettleibigkeit, Gedunsenheit und ähnliche Zustände zur Folge. Das Qi des Funktionskreises der Milz soll aufsteigen, um sich mit dem Lungen-Qi zu vereinigen. Gleichzeitig soll das MagenQi absinken. Wenn die Mitte nicht richtig funktioniert, kann die Feuchtigkeit nicht mehr vollständig ausgeleitet werden. Die Mitte versumpft. Dies aber macht sie erst anfällig für pathogene Einflüsse. 

Die Feuchtigkeit verdickt sich und wird zu Schleim, einem besonders belastenden und schwer therapierbaren Faktor. Wenn die Feuchtigkeit nicht mehr gewandelt werden kann, lagert sie sich im ganzen System als Schleim (Pituita) ab. Pituita kommt in der Regel vergesellschaftet mit Kälte oder Hitze vor. Bevorzugt lagert sich aber der Schleim im Funktionskreis der Lunge ab (Gefäss des Schleims). Da das chinesische System nicht zwischen Somatischem und Psychischem trennt, kann sich der Schleim auch psychisch auswirken, wenn er entsprechende Blockaden setzt. Ein sehr typisches Beispiel für eine Pituita-Blockade ist die Epilepsie (Pituita im Funktionskreis des Herzens).
Man kann die Bedeutung der Mitte gar nicht überschätzen. Funktioniert sie gut, sind die Grundvoraussetzungen für eine Heilung gegeben. Man erinnere sich an die Mitte-Schule, die die Funktionskreise von Milz und Magen prinzipiell in die Therapie mit einbezogen hat.
Der Funktionskreis der Milz liebt Trockenheit, der Funktionskreis des Magens Feuchtigkeit. Dies sind zwei Aussagen, die in Richtung Diätetik weisen. Kalte oder eisgekühlte Getränke belasten die Mitte ebenso wie trockene Nahrung den Magen irritiert.
Aber auch andere Überlastungen schädigen die Mitte. Dies gilt etwa für die für unsere Zeit typische Flut von Reizen, die auf das Individuum eindringen: Informationen, optische Reize, Lärm etc. Darunter leidet unsere Fähigkeit zur Differenzierung, denn auch Geistiges und Emotionales muss „verdaut“ werden. Wenn ein Mensch nicht mehr klar Wichtiges von Unwichtigem scheiden kann, verfällt er in Grübeleien.

2.) Die Kontrolle des Aufsteigens des Klaren

Die klaren Anteile, die aus dem Nahrungsbrei herausgelöst werden, sollen aufsteigen. Sie steigen hoch zum Funktionskreis der Lunge, zum Herzen und zum Kopf um zu nähren und zu kühlen. Sie werden in der Form von Gu Qi zur Basis des Xue und damit der Nährung des ganzen Körpers.
Diese aufsteigende Tendenz bewirkt ausserdem, dass sich der Bauchraum hebt und die Organe in ihre richtige Position gelangen und dort gehalten werden. Wenn diese Haltefunktion infolge einer Schwächung des Funktionskreises der Milz nicht 

mehr funktioniert, sacken sie ab. Folgen sind Prolapse, bzw. Senkungen von Magen, Nieren, Uterus, Blase oder des Anus. Letztlich gehört auch ein grosser Teil der Übergewichtigen in diesen Zusammenhang. Sie spiegeln nur das Thema einer gestörten Mitte: Man verliert seinen Halt.
Eine andere Wirkung des aufsteigenden Klaren ist ein klarer Kopf. Schwindel, Sichttrübungen, aufgeblähter Bauch etc. können ein Zeichen dafür sein, dass das Gu Qi nicht mehr richtig aufsteigen kann.

3.) Kontrolle des Haltens des Xue

Dies bedeutet, dass der Funktionskreis der Milz das Xue in seinen Bahnen hält und dessen Ausfliessen verhindert. Hier ist sehr konkret an das Blut, das in den Adern fliesst, gedacht. Es ist das Qi, das das Blut in den Gefässen hält, es ist der Funktionskreis der Milz, der diese Aufgabe hat. Wenn der Funktionskreis intakt ist, ist die Zirkulation des Blutes normal und ungehindert. Blutungen und Blutstau (z.B. Varizen und Hämorrhoiden) sind primär auf Störungen des Funktionskreises 

der Milz zurückzuführen. Wenn das Milz-Qi das Xue nicht mehr in den Gefässen zu halten vermag, strömt es ins umliegende Gewebe aus. Spontane Blutungen jeglicher Art sind demnach auch als Störungen des Funktionskreises der Milz zu betrachten.
Der Funktionskreis der Milz hat, wie bekannt, viel mit der Entstehung des Xue zu tun. Wenn wir das Xue stärken wollen, läuft dies immer auch über eine Stärkung der Mitte.

Die Beziehungen des Funktionskreises der Milz

1.) Sitz des Denkens

Der Funktionskreis der Milz trennt Klares und Trübes. Diese Aussage gilt in ganz besonderem Masse wie angedeutet für den psychischemotionalen Bereich. Die dem Funktionskreis der Milz zugeordnete Gefühlsäusserung ist das Yi, das Unterscheidungsvermögen. Yi meint ein Denken, das fähig ist, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Denken ist hier im Sinne des Strukturierens von Einflüssen verstanden. Es ist dies eine Spiegelung der Aufgabe im Organischen. Hierhin gehört auch die Konzentrationsfähigkeit und die Merkfähigkeit. Gerade der psychische Bereich reagiert äusserst empfindlich, wenn die Mitte aus dem Gleichgewicht gerät. Das Denken wird unklar, zerstreut und benebelt. Umgekehrt gilt, dass übermässige geistige Arbeit den Funktionskreis der Milz angreift.

Ebenfalls am Denkprozess beteiligt sind der Funktionskreis des Herzens (Langzeitgedächtnis) und der Niere (Kurzzeitgedächtnis). Da bei alten Menschen der Funktionskreis der Niere sich physiologisch abschwächt, ist oft das Kurzzeitgedächtnis beeinträchtigt. Die Art der Störung der Denkweise liefert einen weiteren Hinweis auf den verursachenden Funktionskreis: Egozentrisches Denken weist auf den Funktionskreis der Niere. Unberechenbarkeit des Denkens hat eine hepatische Komponente. Undurchsichtiges oder geschwächtes Denken ist Folge einer Störung des Funktionskreises der Lunge. Wenn die Fähigkeit zu trennen fehlt, überbordet der Funktionskreis der Milz. Manchmal meldet sich der Funktionskreis des Perikards in einem läppischen, kindischen Denken und Verhalten.

2.) Die entsprechende Körperflüssigkeit ist der Speichel

Da der Mund die Öffnung des Funktionskreises der Milz darstellt, ist logischerweise der Speichel die damit verbundene Körperflüssigkeit. Die Befeuchtung des Mundraumes und das Einspeicheln der Nahrung bereiten die Umwandlung in der Mitte vor.

3.) Herrscher über das Fleisch

Die Wandlungsphase Erde, zu der der Funktionskreis der Milz zählt, umfasst auf der Ebene der funktionellen Darstellung, bzw. der Körperschichten, das Fleisch und das Bindegewebe. Die Säfte, die der Funktionskreis der Milz aus der Nahrung extrahiert, werden im ganzen Körper verteilt und dienen der Nährung aller Körpergewebe. Ein intakter Funktionskreis der Milz ist in der Lage, sämtliche Muskeln zu nähren. Ist er geschwächt, tritt ein Versorgungsmangel ein, der sich als Müdigkeit, Schwäche oder sogar als Muskelatrophie äussert. Im Detail ist eine funktionierende Mitte auch Garant für warme Hände und Füsse, da in diesem Falle die Essenzen aus der Nahrung diese erreichen. Müdigkeit ist eigentlich generell ein Hinweis darauf, dass der Funktionskreis der Milz eine Stärkung nötig hat.
Das häufige Verwenden der beiden Punkte Zu San Li (Ma 36) und Hegu (Di 4) bestätigt diese Aussage. Über diese beiden 

Punkte kann die Mitte hervorragend harmonisiert werden. Der Ausdruck Fleisch ist im übrigen treffender als Muskeln. Die Qualität des Fleisches, seine Festigkeit, der Turgor, gibt Auskunft über die Intaktheit des Funktionskreises der Milz. Der Funktionskreis der Milz ist gleichzeitig der Halteapparat. Er bestimmt den Tonus mit. Die Mitte ist also verantwortlich für einen wohlgeformten Körper, bzw. für dessen Form. Sind Gewebe erschlafft, ist das als Schädigung der Mitte zu beurteilen. Das bedeutet etwa, dass jeder Prolaps zur Pathologie des Funktionskreises der Milz gehört. Ausserdem hält der Funktionskreis der Milz die anderen Organe in ihrer Position im Körper.

4.) Öffnung zum Mund

Die äussere Entfaltung des Funktionskreises der Milz und sein Sinnesorgan sind die Lippen, die Körperöffnung der Mund.
Durch die Aufnahme und Verarbeitung der Nahrung ist der Funktionskreis der Milz direkt mit dem Mund verbunden. Dort wird die Nahrung für den Verdauungsprozess vorbereitet. Die erste Phase der Trennung von Klarem und Trübem wird hier vollzogen. Daraus erklärt sich die Zuordnung zum Funktionskreis der Milz. Deshalb sind Feuchtigkeit und Farbe der Lippen Indikatoren für den Zustand des Funktionskreises der Milz. Die gesunde Farbe der Lippen ist rosig. Blasse, rissige Lippen weisen ebenso auf eine Störung des Funktionskreises der Milz hin wie ein schaler oder süsslicher Geschmack im Mund.
Hier ist noch eine kleine Anmerkung zur Literatur zu machen. In westlichen Büchern ist, wenn es um den Funktionskreis der 

Milz geht, meist von Milz-Pankreas die Rede. In der Tat scheinen die anatomischen Bemerkungen im Nan Jing eine solche Deutung nahezulegen. Man kann nicht über die Tatsache hinwegsehen, dass chinesische Autoren üblicherweise die Bauchspeicheldrüse nicht zur Kenntnis genommen haben, beziehungsweise, dass sie in ihrem System nicht relevant ist. Wenn wir die funktionelle Bedeutung des Pankreas betrachten, so ist offensichtlich eine Parallele zur westlichen Vorstellung da. Aufgrund des anderen Blickwinkels ist die Rolle des Funktionskreises der Milz erheblich breiter angelegt. Bei allem Unterschied gibt es trotzdem Berührungspunkte zwischen den beiden Systemen und in einzelnen Bereichen ist die Sprache, die sie sprechen, gar nicht so verschieden.

Rhythmus des Essens

Über die Atemluft und die feste und flüssige Nahrung nehmen wir ständig Qi auf.
Qi ist eine Art Lebensenergie, die regelmäßig ergänzt werden sollte, da wir täglich Qi verbrauchen. Die chinesische Medizin misst daher dem regelmäßigen Essen (und Trinken) besonderen Wert zu. Dazu gehört ein reichhaltiges Frühstück, ein warmes Mittagessen und ein Abendbrot gemäß dem bekannten Spruch: 

„Iss morgens wie eine Kaiserin, mittags wie eine Edelfrau und abends wie eine Bettlerin“. Da die meisten Menschen vormittags ihre höchste Arbeitsleistung erreichen, sollte man vorher genügend Energie „tanken“ und nicht erst abends nach getaner Arbeit.
Sollten die Zeiten zwischen den Mahlzeiten zu lang sein, sind kleine Zwischenmahlzeiten zu empfehlen.

Verlangen und Appetit

Regelmäßiges Essen kann helfen, Appetit und Hunger zu regulieren. Trinken Sie dann, wenn Sie das Bedürfnis danach verspüren.
Beginnen Sie den Tag mit einem warmen, kurz aufgekochten Brei aus gekochtem Getreide (Reis oder Hirse oder Flocken) mit Obst der Jahreszeit und einigen Nüssen.
Eine kleine Portion davon eignet sich auch für eine Zwischenmahlzeit. Eine pikante Variante (z.B. Reis in 

Gemüsebrühe mit Frühlingszwiebeln) ist ebenso möglich. Das warme Frühstück ist erfahrungsgemäß ein sehr guter Qi-Lieferant.
Bereiten Sie sich für den Tag eine Kanne Tee (z.B. Roibuschtee oder Grüner Tee) zu und trinken Sie den Tee über den Tag verteilt warm, besonders dann, wenn Sie Energie und Wärme benötigen.

Essgewohnheiten

Das beste Essen ist das, das Sie selbst zubereitet haben. Sie können Eintopfgerichte auch mit zur Arbeit nehmen und dort aufwärmen und essen. Vermeiden Sie zumindest für eine bestimmte Zeit, in Schnellrestaurants zu essen. Essen Sie möglichst in Ruhe und kauen Sie gut. Die Verdauung beginnt bereits im Mund. KonzentrierenSie sich auf ihr Essen und 

lenken Sie sich nicht durch Lesen oder Fernsehen davon ab. Wenn Sie die Möglichkeit haben, nach dem Mittagessen ein wenig zu dösen oder sich kurz hinzulegen, sollten Sie dies tun. Sollten Sie häufig unterwegs sein, essen Sie mitgenommene Butterbrote stets in Verbindung mit heißer Gemüse- oder Fleischbrühe, die Sie in einer Thermoskanne mitnehmen.

Speicher-Zang-Organ

Der Milz-Meridian gehört zu den sogenannten Zang-Organen.
Das chinesische Schriftzeichen für Zang beinhaltet „Fleisch“ und „Speichern“.
Unterschieden werden fünf Speicherorgane (Wu Zang): Herz (Xin), Leber (Gan), Nieren (Shen), Milz (Pi), Lunge (Fei).
Die Zang-Organe sind verantwortlich für die Aufnahme, Transformation, Produktion, Speicherung, Freisetzung und Regulation der „vitalen Substanzen bzw. Funktionen“ von Qi, Blut-Xue, Essenz-Jing und Flüssigkeiten-Jin-Ye sowie Geist-Shen.

In Relation zu den Fu-Organen gehören sie eher zum Yin-Aspekt des Körpers. Sie kommunizieren nicht direkt mit der Außenwelt. Jedem Zang-Organ kann nach der Zang-Fu-Theorie ein bestimmter Charakter, bestimmte Funktionen, ein Körpergewebe sowie ein Öffner (meist ein Sinnesorgan), nach der Fünf-Phasen-Theorie auch ein Sekretionsmedium, eine Emotion sowie ein Klimafaktor (auf den es besonders empfindlich reagiert) zugeordnet werden.

Zuordnungen

Wandlungsreich: Erde
Himmelsrichtung: Mitte
Geschmacksrichtung: süß
Jahreszeit: Mittsommer
Umwandlung: Reife
Tageszeit: Nachmittag
Witterung: Feuchtigkeit
Wandlungsphase: Yangming
Zang-(Yin / Speicher-)Organ: Milz
Fu-(Yang- / Hohl-)Organ: Magen
Sinne: schmecken
Sinnesorgan: Zunge
Körpergewebe: Muskeln
Emotion: Verlangen
Körperflüssigkeit: Speichel
Lautäußerung: singen

Organuhr

7 bis 9 Uhr – Magenmeridian (Yang) – Erde
9 bis 11 Uhr – Milzmeridian (Yin) – Erde

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