Diätetik

Die Verwendung von Fett, Öl, Gewürz

Diese Tabellen richten sich in erster Linie an TCM-Fachpersonal, um zur Erstellung oder Überprüfung eines Therapiekonzeptes hilfreiche Informationen und Details zu liefern.

Verwendung von:Zubereitung
Fett, Öl• die Hauptkalorienträger unserer Nahrung

• Verwendung verschiedener Pflanzenöle sowie Butter oder Schmalz, wobei Pflanzenöl, insbesondere Maiskeimöl oder Olivenöl, den tierischen Fetten vorzuziehen ist

• für den Körper, v.a. für die Haut, haben Fette und Öle eine befeuchtende Funktion
Salz• Salz ist lebenswichtig und kann je nach Geschmack in unterschiedlichsten Dosierungen verwendet werden

• das Essen sollte jedoch in keinem Fall zu salzig sein

• Salz hat eine ableitende Funktion (Schweiß, Urin, Stuhl)

• bei Nieren- und Herzkrankheiten oder Ödemen nur sehr wenig salzen
Essig• in einem chinesischen Sprichwort heißt es „Essig sei bitterer Wein“

• es bleibt dabei Geschmackssache, wie viel „bitterer Wein" dem Essen beigemengt wird

• negative Wechselwirkungen von Essig bei bestimmten Krankheiten sind unwahrscheinlich, sodass Essig auch in höherer Dosierung bedenkenlos verwendet werden kann

• Essig erzielt viele positive Wirkungen: er macht die Haut zart und rein, beugt Grippe vor, hilft gegen Hypertonus und Arterienverkalkung und senkt den Cholesterinspiegel

• bei Hypertonikern ist der tägliche Verzehr von in Essig eingelegten Erdnüssen empfehlenswert
Brauner Zucker, brauner Kandis• Temperaturverhalten: warm

• Einsatz gegen Kältekrankheiten oder Schwächezustände
Weißer Zucker, weißer Kandis• Temperaturverhalten: kühl

• Geschmack: süß

• Einsatz meist in Form von Zuckerwasser oder im Salat

• wird er gekocht, zählt nur noch der süße Geschmack und hat nicht mehr die kühle Eigenschaft
Honig• wirkt befeuchtend

• Einsatz bei Schleimhaut- oder Lungentrockenheit empfohlen

• Honig nicht kochen oder in heißem Wasser auflösen, da er sonst seine positiven Eigenschaften verliert

• am besten trinkt man ihn mit lauwarmem Wasser
Pfeffer• Temperaturverhalten: heiß

• Geschmack: scharf

• mit Pfeffer kann man Gemüse, Suppen, Fleisch oder Fisch würzen, und zwar stets am Ende des Kochvorgangs

• wirkt schweißtreibend und erwärmend, daher Einsatz bei äußerer pathogener Kälte
Chili• Temperaturverhalten: heiß

• Geschmack: scharf

• „Ohne Chili wird der Magen nicht satt!", das glauben nicht nur die Mexikaner, sondern auch die Chinesen

• Chili belebt, fördert die Durchblutung und schürt das innere Feuer

• da Chili sehr scharf ist, muss die Dosierung begrenzt werden
Zimt• Temperaturverhalten: heiß

• Geschmack: süß und scharf

• in der chinesischen Sprache heißt Zimt „Yin-Duft"

• Einsatz bei Fleischgerichten und Süßspeisen

• Wirkung: stärkt den Geist-Shen und sorgt für zarte, schöne Haut
Zwiebeln, Frühlingszwiebeln• Temperaturverhahen: warm

• Geschmack: scharf

• Einsatz gegen äußere pathogene Kälte
Knoblauch• Temperaturverhalten: warm

• Geschmack: scharf (und süß)

• Verwendung einer Knoblauchzehe als Gewürz z.B. bei der Zubereitung von Auberginen oder Gurken

• unterstützt die Verdauung, harmonisiert die Magen-Darm-Funktionen, wirkt gegen Darmbakterien und fördert die Durchblutung
Ingwer• Temperaturverhalten: warm

• Geschmack: scharf

• beruhigt den Magen, hilft gegen pathogene Kälte entgiftende Funktion bei leicht verdorbenen Speisen

• Zubereitung von Gemüse, Fisch und Fleisch mit Ingwer

• Einsatz von Ingwer mit seiner sanften Schärfe roh oder gekocht und lässt sich hervorragend mit Essig, Sojasoße, Wein, Salz oder auch mit allem Süßen kombinieren

• die frische Ingwerknolle nicht schälen, da die Schale die höchste Wirkstoffkonzentration enthält

• getrockneter Ingwer ist in seiner Wirkung etwas weniger stark
Rezepturen mit Ingwer• Ingwersaft: Ingwer pressen: gegen Übelkeit

• Ingwertee: Ingwerscheibe mit heißem Wasser übergießen: gegen Schmerzen bei Kälte im Magen

• Ingwer mit Wasser kochen, danach braunen Zucker und 1 EL Sherry zugeben: gegen Dysmenorrhö

• Ingwer mit Papaya kochen: fördert die Laktation beim Stillen

• Ingwer mit Reis und Frühlingszwiebeln als Reissuppe: gegen Erkältung

• Ingwer mit Lammfleisch, Datteln und Gewürzen zu einer Suppe kochen: tonisiert das Blut und stärkt das Yang-Qi des Körpers

• Rezeptanalyse: in dieser Rezeptur ist Lammfleisch bei der Zubereitung die Hauptsache (Kaiser), denn es ist der Bestandteil, der das Blut tonisiert und das Yang stärkt seine Eigenschaften sind unverzichtbar Lammfleisch kann daher in der Rezeptur nicht ausgetauscht werden Ingwer und Datteln (Minister) haben die Funktion, die wärmende Wirkung des Lammfleischs zu verstärken

• Gewürze (Adjutanten) neutralieren den Geschmack des Lammfleischs
Alkohol• Temperaturverhalten: warm

• Geschmack: scharf und bitter

• FK-Bezug: Magen, Leber, Herz, Niere

• reduziert pathogene Kälte, fördert die Durchblutung

• chinesische Arzneien, die in Alkohol 30 Tage bis zu einigen Jahren eingelegt werden, haben eine verstärkte Wirkung und werden durch die geförderte Durchblutung schneller im Körper verteilt

• dabei gilt der Alkohol immer als Adjutant, der den Hauptarzneien (Kaiser) die Wirkung entzieht und diese in jedes Körperteil verteilt

• Alkohol gilt in der chinesischen Küche ebenfalls als Gewürz

• traditionell wird ein alkoholisches Getränk mit der Bezeichnung „gelber Wein" mit einem relativ niedrigen Alkoholgehalt (ca

• 12%) verwendet, der dem europäischen Sherry ähnelt

• Einsatz in der Küche, um Fleisch- und Fischgeruch zu hemmen und um kalte Speisen energetisch zu erwärmen, z.B. gegen innere Kälte

Allgemein gilt für dliätetische Rezepturen:

bei akuten Symptomen:

  • Einnahme 1-2-mal tägl. oder über den Tag verteilt
  • Anwendung 3-7 Tage lang

bei chronischen Symptomen:

  • Anwendung 4 Wochen lang oder über einen längeren Zeitraum bis zur Besserung der Beschwerden

Fleisch- und Fischgerichte:

  • nur 1-2-mal pro Woche verzehren
  • alle anderen Gerichte 1-mal tägl.

Ansonsten:

  • in der Regel können Arzneikräutertees 2-mal tägl. getrunken werden
  • bei den Anti-Aging-Rezepturen sind jeweils drei unterschiedliche Kochrezepte angegeben, die abwechselnd angewendet werden können
  • zur Prophylaxe 1-mal pro Woche
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